VITA

„Es ist schön, wenn man sich selber beim Spielen überraschen kann.“

Marcus Sukiennik versteht sich als Wanderer zwischen den Klangwelten. Als Pianist, Komponist und Arrangeur erkundet er mit seinem Werk jahrhundertelange Musikgeschichte – und untersucht die Entwicklungen aktueller Hörgewohnheiten.
Seit 1993 in Köln sesshaft und tätig, bedient sich der Künstler Komponenten der Klassik und des Jazz, Motiven traditioneller Volkslieder ebenso wie popmusikalischen Elementen.

Sukiennik schreibt Bearbeitungen klassischer Melodien, komponiert überwiegend für Piano Solo, gelegentlich auch für Jazzbands. Als Barpianist spielt er außerdem seit mehr als 25 Jahren zeitgemäße Hintergrundmusik an den unterschiedlichsten Orten, unter anderem als künstlerischer Leiter in der Piano Bar des Excelsior Hotel Ernst in Köln.

Zwischen Kicken, Jazz und Klassik

Der gebürtige Rheinländer stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Er nimmt das Klavierspiel im Alter von 8 Jahren auf, gründet später zusammen mit seinem Bruder eine Schülerband und entwickelt immer mehr einen eigenen, von Jazzmusik geprägten, Stil. Den jungen Hobbymusiker beschäftigt damals aber auch eine zweite Leidenschaft: Fußball spielen. Nach einigen Überlegungen trifft er die Wahl – und entscheidet sich für die Musik.

Marcus Sukiennik studiert ab 1987 Jazzklavier und klassisches Klavier im niederländischen Hilversum bei Karel Boehlee, Henk Elkerbout und Rob Madna. Weitere Studien im Fach Komposition / Arrangement absolviert er zwischen 1997–2011 unter Betreuung des Filmkomponisten und Dirigenten Jurre Haanstra am Conservatorium in Amsterdam sowie bei Jazzpianist und WDR-Bigband-Leiter Bill Dobbins an der Hochschule für Musik in Köln.

An den Kern herantasten

Prägend für Sukienniks künstlerische Entwicklung ist die Begegnung mit dem Kölner Pianisten und Komponisten Eckart Wilkens in den frühen Neunzigern. Ihr Austausch führt ihn zu einer vertieften Beschäftigung mit klassischer Klavierliteratur und Variationenwerken. Und weckt sein Interesse dafür, jenseits von Stilistiken und Ausdrucksformen, dem verbindenden Element des Musikmachens und seinem wesentlichen Kern nachzuspüren. So beherrscht Sukiennik als Pianist vielfältige Stile – was seine Stücke aber eint: Einfachheit, Klarheit, Gefühl.

Sein veröffentlichtes Werk umfasst bisher 7 Alben, einige Singles sowie 4 Notenhefte, die auf Sukienniks eigenem Label Linie 21 erschienen. Darunter zählen zu den bedeutendsten Werken das Bigband-Projekt A Night In Tunesia Suite (2000), das Piano-Solo-Album Atme Seele, heile (2016) und das erstmals 2017 im LOFT Köln live vor Publikum gespielte Beste Tage.

Für seine Kompositionen und Arrangements wurde Sukiennik wiederholt mit dem VDM Award ausgezeichnet und belegte mit seinen Veröffentlichungen erste Plätze in den charts99.

Marcus Sukiennik lehrte u. a. als Dozent für Combo und Big Band an der Universität Duisburg, unterrichtete Musikgeschichte an der VHS Köln und betreibt seit 1993 eine eigene Klavierschule.

Projektauswahl

2010 bis heute: Pianist im Excelsior Hotel Ernst Köln, seit 2015 künstlerische Leitung
2009-2017: Pianist im Steigenberger Grandhotel Petersberg
2014-2016: Pianist im WDR Funkhaus Köln
2000: Mitwirkung als Pianist und Komponist bei der MusikTriennale Köln