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Lieblingsstücke aus Klassik und Neoklassik

Es gibt diese klassischen Melodien, die einem überall begegnen: im Café, als Hintergrundmusik eines Werbespots, in Warteschleifen, als Klingelton. Eingängige Melodien, die wir nicht müde werden zu hören. Von barocken Ohrwürmern wie Bachs Präludium in C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier hin zu Yann Tiersens Filmmusik für Die fabelhafte Welt der Amélie. Viel gespielt und viel geliebt – das haben die Stücke gemeinsam, die ich diesen Herbst in drei Neuerscheinungen veröffentliche.

In diesem Blogartikel geht es heute um populäre Lieblingsstücke, um Musik und Wohlbefinden und um eingängige Filmmelodien. Es geht unter anderem um eine Musik, bei der ganz in der klassischen Tradition das Klavier im Fokus steht: die sogenannte Neoklassik.

Klassik für die Pianobar

Wenn ich in der Pianobar oder auf Veranstaltungen spiele, gibt es eine Handvoll an klassischen Stücken, die immer wieder von Gästen angefragt werden. Eines davon ist Beethovens Für Elise. Zu meiner Verwunderung sind es auch viele junge Menschen, die sich diesen „Oldie“ wünschen.

Worin liegt die Faszination dieser Lieblingsstücke? Es ist zum einen ihre Eingängigkeit, die wiedererkennen, aber auch ihre emotionale Dimension, die bei jedem Mal hören etwas Neues entdecken lässt. Von einem Klassiker, der mich selbst fasziniert, habe ich zuletzt eine Bearbeitung geschrieben, die nun als digitale Veröffentlichung erscheint: Pachelbels Canon in D. Das Stück für Piano Solo beginnt ganz im Sinne der klassischen Tradition, entwickelt sich im Verlauf aber zu einem luftig-verträumten Arrangement.

Pioniere der Neoklassik

Womit wir auch schon bei einem Stichwort der Neoklassik angekommen wären: Denn zum Träumen lädt diese oftmals ein. Mit dem Release meiner EP Beloved Piano Songs veröffentliche die erste Auskopplung einer neuen Reihe, die sich beliebten Stücken des Genres verschreibt.

Zum Auftakt gibt es Stücke aus einem frühen Meilenstein der Neoklassik, der mit seinen melancholischen Klängen auch 20 Jahre nach Erscheinen noch eine internationale Hörerschaft berührt: Yann Tiersens ikonischer Soundtrack für Die fabelhafte Welt der Amélie. Ähnliches vermag die Musik des japanischen Komponisten Joe Hisaishi, weltbekannt geworden vor allen Dingen durch seine Filmmusik zu den populären Animes des Produktionshauses Studio Ghibli. Zur Veröffentlichung ausgesucht und eingespielt habe ich seinen besonders schönen Track Summer.

Pianist Marcus Sukiennik, Klassik und Neoklassik

Was ist Neoklassik?

Der Begriff Neoklassik wurde als Strömung durch den Musikjournalismus der 00er Jahre geprägt. Er beschreibt dabei aber keine feste Schule, sondern eher eine lose Bezeichnung für eine Musikrichtung, die Elemente der klassischen Musik mit Pop, Jazz oder auch elektronischer Musik mischt. Ganz deutlich steht dabei ein klassisches Instrument im Fokus: das Klavier.

Viele der neoklassischen Stücke zeichnen sich durch eine konsonante Harmonik und kurze wiederholende Segmente eingängiger Melodien aus. Es geht um eine ganz bewusste Reduktion der kompositorischen Mittel. Als Einflussgebende werden daher häufig Namen wie John Cage und Philip Glass, aber auch Eric Satie oder Frédéric Chopin genannt.

Die meisten neoklassischen Komponist*innen sind zugleich Pianist*innen. Zu den bekanntesten Vertretern der Neoklassik gehören Ludovico Einaudi, Max Richter, Nils Frahm, Ólafur Arnalds, Yann Tiersen, Jóhann Jóhannson und Yiruma. Zur Neoklassik zählt aber nicht ausschließlich Klaviermusik, auch andere Instrumentalist*innen bewegen sich in ihrem Feld. So beispielsweise die isländische Cellistin Hildur Guðnadóttir, deren Filmmusik zu Joker 2019 unter anderem mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Gefeiert werden die neoklassischen Künstler*innen mitunter wie Popstars. Einaudi hat aktuell 5,5 Millionen monatliche Hörer*innen bei Spotify – das sind genauso viele wie zum Beispiel die Hörerschaft von Janet Jackson.

Neoklassik: Zwischen Philharmonie und Pop

Aber warum ist Neoklassik jetzt eigentlich so beliebt und begeistert so viele Menschen? Zunächst einmal ist sie relativ einfach gestrickt. Minimalismus und Wiederholungen machen viele neoklassische Kompositionen zu eingängigen Stücken, die schnell vertraut wirken. Häufig zeichnen sie sich durch atmosphärische Klänge aus, sie transportieren Stimmungen und eignen sich daher unter anderem auch als Filmmusik besonders gut.

Gehört wird Musik heutzutage noch häufiger als früher von vielen Menschen vor allem zur Entspannung. Im Büro, während des Essens, bei der Hausarbeit zum Beispiel. Unaufdringlich und stimmungsvoll lässt neoklassische Musik einem den Raum, sie angenehm im Hintergrund wahrzunehmen oder sich ganz auf sie einzulassen und in sie einzutauchen. Auch haben neoklassische Künstler*innen in den letzten Jahren dafür gesorgt, ein neues Publikum in klassische Konzertsäle zu ziehen. Menschen, die mit Klassik sonst vielleicht eher nichts am Hut haben, bietet sie einen neuen Zugang.

Übrigens ist es ein Trugschluss, dass klassische Musik zu Lebzeiten von Beethoven und Co nie Hintergrundmusik war – denn auch sie wurde zu Zeiten für die Ergötzung am fürstlichen Hofe gespielt. Klar ist aber auch: Neoklassik ist ein Genre, das spaltet und ebenso gefeiert wie auch belächelt wird. Was halten Sie von neoklassischer Musik?

Neuerscheinungen im Herbst

Meine EP Klassik für die Pianobar erscheint am 08.10.21, die Single Canon in D for Piano Solo kurz darauf am 22. Oktober. Am 05. November erscheinen die Beloved Piano Songs 1 – wie immer zu hören auf allen großen Musikstreaming-Portalen.

Ihnen allen hoffentlich einen goldenen Herbst und bleiben Sie gesund.

Herzlichst
Marcus Sukiennik

Album Cover EP Klassik für die Piano Bar
Album Cover Canon in D
Album Cover EP Beloved Piano Songs 1

Neuerscheinungen Herbst 2021

  • Release EP Klassik für die Piano Bar am 08.10.2021
  • Release Canon in D am 22.10.2021
  • Release EP Beloved Piano Songs 1 am 05.11.2021
  • Klaviernoten Canon in D PDF in meinem Shop
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